Dos and Donts in the Holy Land…

Dos and Donts in the Holy Land…

… oder was einem eine Reise durch Israel erleichtern könnte.

Die Frühlingsferien rücken immer näher. Res Mama stammt aus Israel, darum war Re schon unzählige Male im Holy Land und in knapp zwei Wochen ist es wieder soweit.
Vor einiger Zeit hat Re ihre persönlichen „Dos and Donts“ aufgeschrieben, was wir heute mit euch teilen möchten.

Das gelobte Land ist ein wundervolles Land! Es ist voller atemberaubender Plätze, netter Leute, leckerem Essen und hält immer wieder Überraschungen bereit. Allerdings gibt es einige Grundregeln, die insbesondere Touristen beachten sollten, wenn sie ihre Ferien in Israel problemlos überstehen möchten.
Nachfolgend also meine persönliche Empfehlungen, um einen tollen Urlaub zu verbringen:

Don’ts

1. Bei der Einreise zu zweit am Zoll verschiedene Antworten auf dieselben Fragen geben.
Beispiel:
Zollbeamter: Where do you stay in Israel?
A: In the Hotel xy in Tel Aviv. B: We travel around.
Das kann locker dazu führen, dass einem die Einreise erst Minuten bis zu Stunden später genehmigt wird – falls sie überhaupt noch genehmigt wird.

2. Am Flughafen über Bomben, Terrorismus, Attentate, Terrororganisationen, Mord oder Ähnlichem Witze reissen, bzw. laut darüber reden.
Selbst wenn es absolut offensichtlich ironisch gemeint ist – let it be!

3. Im Restaurant / in der Bar / im Café über Politik und / oder Religion diskutieren.
Nie. Never. Zu keinem Zeitpunkt. Es sei denn der / die Einheimische ist in direkter Linie mit einem verwandt und man kann mit Streit gut umgehen.

4. Alles glauben, was einem erzählt wird.
Die meisten Israelis reden gern und viel und noch lieber bringen sie ihr Gegenüber zum staunen und erzählen Geschichten. Diese k ö n n e n, müssen aber nicht wahr sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass der teure Ziegel, der einem in Jerusalem verkauft wird, tatsächlich von Jesus persönlich berührt wurde ist, naja, n i c h t  vorhanden. Und das so genannt beste Spa der Stadt kann locker veraltet, unhygienisch und für unsere Verhältnisse schlicht miserabel sein…

5. An Jom Kippur durch die Gegend fahren.
Es sei denn, es macht einem nichts aus, übel beschimpft, verflucht und eventuell mit Steinen beworfen zu werden (ja, alles schon selbst erlebt…).

6. Im kosheren Steakhouse am Ende einen Latte Macchiato bestellen.
Da gibt es einige einfache Grundregeln, die in kosheren Restaurants zu beachten sind:
Völlig tabu sind Schweinefleisch, Meeresfrüchte und die Vermischung von Milch- und Fleischprodukten (einige Stunden Wartezeit dazwischen). In arabischen Lokalen werden Meeresfrüchte, bzw. Milch- und Fleischprodukte aber häufig angeboten.

7. Heilige Plätze respektlos betreten.
Schultern und Knie sollten bedeckt sein (häufig, aber nicht immer, kann man sich falls nötig vor Ort Tücher leihen). Der Mann sollte ausserdem seinen Kopf bedecken – egal ob mit Kippa oder Baseballkappe.

8. Den Sicherheitsmann nicht in die Tasche schauen lassen.
Vor dem Betreten diverser öffentlicher Gebäude werden Taschen vom Sicherheitsdienst kontrolliert – die machen das in der Regel relativ rasch und kommentarlos und das soll, nach all den Attentaten, der eigenen Sicherheit dienen. Daher nicht diskutieren, einfach machen und durchgehen. Dasselbe gilt auch für die Einfahrt mit dem Auto in öffentliche Tiefgaragen: Wagen anhalten, den Sicherheitsdienst die hintere Tür und den Kofferraum öffnen lassen und erst nach seinem Nicken weiterfahren.

9. Sich wundern, wenn die Verkäuferin nonstop telefoniert.
Das Leben und die Uhren in Israel sind irgendwie anders. Nicht unbedingt langsamer, nicht unbedingt weniger hektisch, einfach nur anders. Wenn man im Laden etwas möchte, dann muss man das unmissverständlich sagen. Die Tatsache, dass der/ die Verkäufer/in telefoniert hat nichts mit einem persönlich zu tun, sondern mit dem allgemeinen Handywahn in Israel und der israelischen Lust am Reden (siehe Punkt 4).

10. Das GPS ignorieren und weiterfahren, auch wenn die Strasse „gesperrt“ ist.
Da in Israel noch ziemlich viele Konflikte zum Alltag gehören und leider nicht nur Frieden herrscht, sind gewisse Zonen für Israelis und somit auch für Mietwagen gesperrt. Diese Strassen sind auf den Karten üblicherweise grau eingezeichnet und das „normale“ GPS so eingestellt, dass es sie ignoriert, bzw. umfährt. Aus Neugierde oder Unachtsamkeit trotzdem draufloszufahren ist verboten und kann gefährlich werden – daher bitte sein lassen.

11. An der Klagemauer laut sprechen, die Trennung von Männern und Frauen missachten und der Mauer am Ende auch noch den Rücken zuwenden.
Für die meisten Juden ist dies ein besonders heiliger Ort: Auf kleinen Zettelchen notieren sie ihre Bitten / Danksagungen / Wünsche / Gebete und stecken sie dann in kleine Rillen in die Mauer, in der Hoffnung, dass sie so erhört werden. Bitte auch nicht erstaunt sein wenn religiöse Menschen die ersten sieben Schritte weg von der Mauer rückwärts gehen – ihr den Rücken zuzuwenden wäre respektlos, was so vermieden wird.

12. Frisch rasiert ins Tote Meer springen.
Auf keinen Fall!!!

Ich persönlich hab‘ da noch ein, zwei weitere Regeln, an die ich mich grundsätzlich halte. So fahre ich zum Beispiel nie Autobus (weil es für mich einfach nie nötig ist und mich vor langer, langer Zeit die Berichte über Selbstmordattentate beunruhigt haben), betrete keine palästinensischen Autonomiegebiete (weil ich mich unwohl / unsicher fühle und es wahrscheinlich gar nicht so einfach wäre) und meide öffentliche Tumulte, wie z.B. Demonstrationen.

Dos

1. Es sich am Strand gemütlich machen und ein israelisches Frühstück bestellen.
Dazu kann ich nicht viel sagen, ausser: Y u m m i e!

2. Immer eine Speisekarte auf Englisch verlangen.
Die gibt es zu 99% und sie vereinfacht einem das Leben ungemein…

3. An der Grenze zum Libanon, in Rosh Hanikra, ein Foto schiessen.

4. Durch den Souk in Akko schlendern und am Ende bei Uri Buri das essen, was einem der Kellner empfiehlt.

5. In Haifa zur German Colony fahren, nach oben schauen und den Bahai Tempel bestaunen.

6. Durch das Künstlerdorf Ein Hod schlendern und gemütlich Kaffee trinken.

7. Einen Eintritt zu den Ruinen von Caesarea lösen.
Fotografieren, spazieren, Souvenirs kaufen, die Zeitreise im Gebäude am Meer machen und danach im Crusader Restaurant, direkt am Meer, schlemmen.

8. Das Auto in Tel Aviv im Parkhaus stehen und sich mit dem Taxi ins Viertel Neve Tzedek bringen lassen. Hier findet man alles, was das Herz begehrt: Shops, Gallerien, hübsche Häuser, tolle Restaurants… Wenn es dann Abend wird, zur Tachana („Haltestelle“) spazieren und dort mitfeiern…

9. Mindestens eine Nacht in Mitzpe Ramon im Hotel Beresheet verbringen. Den Aufpreis in Kauf nehmen und das Zimmer neben der Honeymoonsuite verlangen… Atemberaubend!

10. In Eilat zum Dolphin Reef fahren und mit den Delfinen schnorcheln / tauchen.

11. Sich (nicht frisch rasiert) ins Tote Meer stürzen und einfach die Seele (und den Körper) baumeln lassen.
Und danach unbedingt duschen! U n b e d i n g t.

12. Und sich immer wieder sagen ihye beseder
Alles wird gut. Wenn nicht jetzt, dann später, wenn nicht später, dann morgen, wenn nicht morgen, dann irgendwann – ihye beseder!

R&(L)

3 Comments

  • Elke
    3 Monaten ago

    Hallo Re, jetz bekomme ich Lust auf Israel. Erst mal nur per Buch. Dankeschön für die I Inspiration. Liebe Grüße von Elke

    • 3 Monaten ago

      liebe elke
      das freut mich ungemein – ist es doch tatsächlich ein atemberaubend schönes und spannendes land…
      herzlich re

  • […] Eindrücke davon mit euch teilen. Einige Tipps für einen Urlaub im gelobten Land haben wir euch in diesem Post bereits verraten und tatsächlich haben sich diese auch in diesen Ferien bewährt. Dennoch hat die […]

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