Travel: Visual Diary Israel

Travel: Visual Diary Israel

… oder 14 Tage in Israel.

Re und ihre Jungs sind am Samstagabend aus ihrem Urlaub im Holy Land zurückgekehrt und natürlich möchten wir auch hier auf dem Blog ihre Erlebnisse und Eindrücke davon mit euch teilen. Einige Tipps für einen Urlaub im gelobten Land haben wir euch in diesem Post bereits verraten und tatsächlich haben sich diese auch in diesen Ferien bewährt.
Dennoch hat die kleine Familie so einige neue Dinge erlebt, wovon Re und ihr Liebster heute berichten.

Nach einem Nachtflug – den wir Familien mit Kleinkindern übrigens absolut nicht empfehlen – mit Swiss wurde am Ben Gurion Airport (TLV) ein familientaugliches Fahrzeug mit genügend Stauraum bei Europcar gemietet und Eilat als erstes Reiseziel anvisiert.

Die Fahrt führt grösstenteils durch die Negev Wüste bis in die Südspitze Israels – vorbei an schönen Felsformationen, militärischen Übungsplätzen und einmal quer durch den beeindruckenden Maktesch Ramon, dem grössten Erosionskrater in der Wüste Negev, welcher gleichzeitig ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet ist.

Für die ersten sechs Nächte haben wir über redsearent.com ein hübsches, sauberes und zentral gelegenes Familienappartement mit Pool und Meerblick gebucht, das all unsere Wünsche erfüllte.
An der Promenade von Eilat, direkt am Golf von Akaba am Roten Meer, hat man übrigens Sicht auf die Küsten der Nachbarländer Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien.
Eilat ist aufgrund des milden Klimas im Frühling auch bei den Israelis ein beliebtes Tourismusziel und bietet Dank zollfreier Zone viele Möglichkeiten, sein Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zu bringen.
Zudem locken schöne Strände, Wassersport- und Tourismusangebote (Tauchen, Bootstouren, Kamelreiten, Buggytouren, Bikestrecken, etc.) und Attraktionen im Bereich Sealife (Aquarium und Dolphin Reef), um sich an Land und im Wasser zu vergnügen.
Ehrlich gesagt war es uns aber an so manchen Orten schlicht zu überfüllt, weshalb wir die meiste Zeit an (und in) unserem Pool verbracht haben…

Grosseinkauf mit Hindernissen: Problem Nr. 1: Finde einen Supermarkt. Problem Nr. 2: Erkenne die gewünschten Produkte. Problem Nr. 3: Pack den Grosseinkauf in zig Plastiksäcke und bring ihn unversehrt nach Hause…

Am Freitagmorgen wurde das Auto erneut beladen und unsere Fahrt führte 428 km quer durchs Land in den Norden nach Haifa. Hier haben wir über booking.com ein Appartement am Strand von Hof-A-Carmel mit Sicht aufs Mittelmeer gebucht. Das Appartement war ok, mehr aber auch nicht, was in Israel so mancher Orts (mit Ausnahmen wie z.B. das Beereshet in Mitzpe Ramon oder einige Hotels in Tel Aviv) leider Standard ist.
Der Strand, und das war für uns und die Kinder das Wichtigste, lag dafür direkt vor der Haustüre und ist einer der beliebtesten in Haifa, weshalb er bis in die späten Abendstunden von Jungen und Junggebliebenen besucht wird. Hierzu laden zahlreiche Beach- und Surfclubs, kleine Parkanlagen mit frei zugänglichen Outdoor Gyms sowie zig Restaurants an der langgezogenen Promenade ein.
Also perfekt für einen entspannten Familienurlaub in Haifa, wo auch Teile der Familie und zahlreiche Freunde besucht wurden.

Ein Ritual bei all unseren Israelreisen ist mittlerweile der Besuch der antiken Stadt Caesarea mit ihrem schönen Hafen und dem gut erhaltenen Hippodrome, wo unter römischer Herrschaft so manches Pferderennen bestritten wurde. Restaurants mit leckerer Küche direkt am Wasser und kleine Shops laden zum Verweilen im Schatten ein und runden das tolle Angebot vor Ort ab.
Für uns ist es mittlerweile ein wie „nach Hause kommen“, wenn wir die alten Steine der antiken Stadt betreten.

Die kleine Stadt Zikhron Ya’aqov südlich von Haifa war eine absolute Neuentdeckung für uns. Sie wurde 1882 von Baron Edmond James de Rothschild gegründet und war damals eine der ersten jüdischen Siedlungen des Landes. Kleine, autofreie Gassen mit hübschen Läden, Restaurants und Eisdielen bieten hier Besuchern ein reichhaltiges Angebot. Zudem lassen sich vor Ort auch lokale Weine unter der Schirmherrschaft der Rothschilds verkosten und direkt einkaufen.

Ein ganz besonderer Moment fand am Sonntag (28.4.2019) statt, als wir in Elijahs Höhle in Haifa die Chalaka von Levi zelebrierten. Im Beisein der engsten Familie wurde Levi durch einen Rabbi gesegnet und es wurde ihm zum ersten Mal eine Haarlocke abgeschnitten.

In der als Chalaka bekannten Zeremonie werden Söhnen, die drei Jahre alt sind, zum ersten Mal die Haare geschnitten.

Die Grundlage für diesen Brauch leitet sich aus verschiedenen Quellen ab, wobei der jüdische Hintergrund für uns nicht im Vordergrund stand. Schön ist jedoch die folgende Ableitung:

So wie man die ersten drei Jahre die Früchte eines Baumes nicht pflückt und isst, so wird auch die ersten drei Jahre das Haar eines Jungen nicht geschnitten.

Highlight der Reise waren die letzten vier Tage in Tel Aviv bzw. Kfar Shmar’yahu, wo wir bei Freunden zu Gast sein durften. Tel Aviv ist eine einzigartige Stadt, die in Worten kaum zu beschreiben ist.

Weltoffen, multikulturell, lebhaft, schön, freundlich, interessant, pulsierend und warmherzig sind nur einige Attribute, aber bei Weitem nicht genug. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken oder zu erleben.

Neben einem modernen Zentrum rund um den Rothschild Boulevard gibt es auch den alten Stadtteil Jaffa mit seinem eigenen Flair oder trendige Viertel wie Neve Tzedek mit seinem Künstlercharme und zahlreichen Möglichkeiten, das Leben in vollen Zügen zu geniessen.
Wenn man dann noch mit Einheimischen in Kontakt kommt und sich über Gott und die Welt austauschen kann, blüht unser oft doch so unterkühltes Europäerherz auf. Ein Israeli versteht es wie kein anderer, den Moment zu geniessen und diesen bewusst zu teilen. Was morgen ist, ist morgen, das hier und jetzt zählt und ist wichtiger, als alles andere. Dies bekräftigt auch die folgende Aussage von Shay, einem über die Jahre ins Herz geschlossenen Freund:

„You only live once is wrong. You only die once but you live every day. So try to make the best of it!“

Welches Land steht bei euch auf der Reiseliste?

R(&L)

PS: Dieser Beitrag entstand gemeinsam mit Res Liebstem – herzlichen DANK @maninhelvetica!

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3 Comments

  • Elke
    6 Monaten ago

    Hallo Re, ein schöner Einblick in fremde Kulturen.Das Symbol mit der Haarlocke deines Jungen ist verblüffend für mich. Gilt dies auch für kleine Mädchen? Das Leben ist so groß, ich muss es nur zulassen.Danke für diese schönen Eindrücke von Eurer Reise. Liebe Grüße von Elke

    • 6 Monaten ago

      liebe elke
      danke für deinen lieben kommentar und sehr gern geschehen!
      ich bin keine expertin und bei vielen bräuchen kommt es extrem auf das eigene umfeld an, da nicht alle, alles gleich handhaben, bzw. weitergeben – was mich (und meinen liebsten noch viel mehr) immer wieder ziemlich verwirrt.
      so wie ich es verstehe, gilt das mit den haaren tatsächlich nur bei jungen. und obwohl meine gesamte familie so gar nicht religiös ist, ist das einer der bräuche, der von allen eingehalten wird/wurde…
      herzlich re

  • […] wir euch bereits zwei Mal über Israel berichtet haben (hier und hier), verzichten wir heute auf viele Worte und nehmen euch kurzerhand einfach mit auf die […]

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