Zwei Tage im Ravensburger Spieleland…

Zwei Tage im Ravensburger Spieleland…

… oder zu Besuch bei Maus und Elefant.

Das Ravensburger Spieleland wurde uns von vielen Seiten als besonders geeignet für kleine Kinder beschrieben. Lisa und ihre Familie wollten das genauer wissen und buchten kurzerhand zwei Tage im deutschen Freizeitpark.
Leider genau an den wohl heissesten beiden Tagen des Jahres, weshalb sich die vier von Schatten zu Schatten, Wasserspielplatz zu Duschtunnel und Getränkestand zu Indoorspielplatz hangelten…

Lage
Die Lage des Freizeitparks zwischen Ravensburg und dem Bodensee ist insbesondere für Besucher aus der Nordostschweiz attraktiv. Nach rund zwei Autostunden erreichten wir das Spieleland, was mit zwei kleinen Kindern (mit genügend Proviant und Unterhaltung) wirklich gut machbar ist.

Park
Der Park ist in acht Bereiche aufgeteilt und bietet für Kinder im Alter von 0 bis ca. 10 Jahren zig Beschäftigungsmöglichkeiten. Nebst der Maus und dem Elefanten begegnen die Kleinen weiteren bekannten Figuren wie Käpt’n Blaubär, Hein Blöd und anderen Charakteren aus den Ravensburger Spielen. Die Activity World im Bereich Entdeckungsland wurde erst kürzlich eröffnet. Sie bietet – angelehnt an das Brettspiel Die Maulwurf Company – einen goldenen Riesensandhaufen, coole Trampoline und einen sehr schön gemachten Holzspielplatz mit einigen beschatteten Flächen. Nennenswert ist, nebst zahlreichen Attraktionen, der bisher einzigartige Inklusionsspielplatz, auf welchem Kinder mit und Kinder ohne motorische oder geistige Einschränkung gemeinsam spielen können. So findet man beispielsweise befahrbare Trampolinmatten oder ein Karussell, welches extra Einbuchtungen für Rollstühle hat.

Highlights
Zu Maras Highlights zählten bestimmt die vielen Bilder und Figuren der Maus und des Elefanten im Themenbereich Erlebniswelt. Die BRIO World hat ihr (und vor allem ihrem Papa) ebenfalls sehr gut gefallen: Das Goldschürfen, die Wasserpolizeirutsche oder die rasante Fahrt mit der roten Metro. Ausserdem durften wir gefühlt 100 Mal mit auf die Ponyreitbahn, was aber ehrlich gesagt auch uns Erwachsenen Spass gemacht hat… Lou fand das Quietsch-Entenrennen klasse und quakte noch Stunden nach der Fahrt wie eine Ente. Für meinen Liebsten und mich war auch das riesengrosse „verrückte Labyrinth“ ein echter Hingucker, forderte sogar uns Grossen heraus und versetzte uns von jetzt auf sofort in unsere Kindheit zurück.

Übernachtung
Es gibt diverse Möglichkeiten im Park zu übernachten: Ferienhäuser, Forscherzelte und Wohnmobilstellplätze. Wir haben uns für eines der Ferienhäuser entschieden und den Wunsch, im Haus von Maus & Elefant zu übernachten, freundlicherweise erfüllt bekommen.
Im Haus gibt es zwei Etagen, wobei im unteren Bereich ein Doppelbett und ein Tisch für vier Personen mit Bänken stehen. Über eine sehr steile Treppe (für kleine Kinder schwierig zu bewältigen) gelangt man in den oberen Stock, auf welchem eine grosse Matratze und zwei Klappmatratzen zu finden sind. Dieser Bereich ist mit Netzen gesichert und der Abgang zur Treppe kann mit einem Türchen geschlossen werden.
Sehr praktisch war der Bollerwagen, welcher jedem Übernachtungsgast gratis zur Verfügung gestellt wird. Den Regenschirm haben wir im Shop gekauft und kurzerhand zum Sonnenschirm umfunktioniert – das war Gold wert und brachte den ein oder anderen Parkbesucher auf die gleiche Idee…

Abendunterhaltung
Am Abend wurde alles etwas ruhiger. Mein Liebster und ich gönnten uns einen leckeren Drink in der klimatisierten Saftbar und die Mädchen vergnügten sich mit den vielen Spielen und Büchern, die man dort gratis benutzen und für den späteren Spieleabend im Ferienhaus auch ausleihen darf.
Der Park schliesst zwar um 18 Uhr, im Feriencamp wartet aber ein hübscher Balance- und Kletterparcours mit dem Elefanten auf die Kleinen und die Eltern können zwischenzeitlich auf den Holzliegen entspannen. Ausserdem gibt es noch ein witziges Basketballfeld, auf welchem man man sich beim Korbwerfen mit der Maus messen kann.

Essen
Vom Essen waren wir leider ziemlich enttäuscht: Mit 24 Euro pro Person (exklusiv Getränke) hätten wir ein abwechslungsreicheres und saisonaleres Abendbuffet erwartet. Die Speisen waren lieblos in typischen Buffetwärmern angerichtet und ausser Broccoli und Kohlrabi war kein Gemüse zu finden.
Auch am Morgen gab es keinen wirklichen Grund für mich das Intervallfasten auszulassen…
Im Park selbst haben wir am Mittag zwei Restaurants ausprobiert: Die Grüne Oase und das Seerestaurant. Das Angebot in der Grünen Oase war relativ deftig, aber ziemlich abwechslungsreich. Im Seerestaurant isst man ausschliesslich Pinsa Romana – eine Art Pizza – was geschmacklich ganz ok war.
Die Getränkepreise haben es, für deutsche Verhältnisse, in sich: 3.50 Euro für 33 cl Mineral!

*Wir haben unseren Aufenthalt im Ravensburger Spieleland selbst gebucht und bezahlt und der Text widerspiegelt unsere ehrliche, persönliche Meinung.

Fazit
Das Ravensburger Spieleland ist ein toller Ausflugsort für Kinder, welchem jedoch der gewisse Zauber etwas fehlt…
Wir werden aber auf jeden Fall wiederkehren, bis zu unserem nächsten Besuch allerdings noch ein, zwei Jahre warten: Dann sind unsere Kleinen im Kindergartenalter und können mehr Attraktionen nutzen.
Bei sehr heissem Wetter ist der Besuch des Parks nicht zu empfehlen, was aber für fast jeden anderen Freizeitpark ebenfalls gilt. Es gibt zwar immer wieder Schattenplätze, doch kann man das Angebot so nicht ausreichend nutzen.
Positiv ist uns das freundliche Personal aufgefallen, welches in hoher Dichte im Park eingesetzt wird und immer für einen kurzen Schwatz zu haben ist.

Welcher Freizeitpark ist euer Favorit?

(R)&L

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