3 Tage Saftkur – part II…

3 Tage Saftkur – part II…

… oder ab in die zweite Runde.

Vielleicht erinnert ihr euch noch, an Res Fiasko im Januar. Da unsere Devise allerdings  „gemeinsam schaffen wir alles“ lautet, haben wir vor einem Monat beschlossen, drei Tage gemeinsam zu kuren und kurzerhand Säfte bei Pressbar bestellt.

Dienstag, 20.4.21

Ich, Re, sehe dem Dienstag mit gemischten Gefühlen entgegen. Immerhin ist meine letzte Niederlage noch nicht wirklich lange her.
Um 6.30 Uhr starte ich wie gewohnt mit lauwarmen Wasser und einem Schuss Apfelessig in den Tag. Darauf folgt mein Hyaluron-Shot, dessen bitteren Geschmack ich normalerweise direkt mit heissem Kaffee verdränge. Heute darf ich das allerdings nicht, also lenke ich mich ab und trinke um 7 Uhr gespannt meinen ersten Saft. Was soll ich sagen? Er schmeckt mir ausgesprochen gut! Ich erinnere mich aber an meinen letzten Versuch und daran, dass mir beim letzte Mal die Säfte auch geschmeckt haben… Ich bin stark, ich halte durch!
Die Zeit vergeht wie im Flug, weshalb ich den Termin für den zweiten Saft verpasse und ihn im Auto trinke. Ich hinke bereits jetzt 45′ hinterher.
Den dritten Saft nehme ich erst nach zwölf zu mir. Da ich einen nervlich ziemlich aufreibenden Tag habe und darauf warte, dass Shay aus der Narkose erwacht, ist an Essen sowieso nicht zu denken und mir ist egal, dass ich diesen Saft definitiv am wenigsten mag… Gegen 15 Uhr dürfen wir (sehr erleichtert) nach Hause fahren und dort denke ich an Saft Nummer 4.
Am Abend bin ich irgendwie ausgelaugt, das hängt aber bestimmt mehr mit den Geschehnissen des Tages, als mit der Kur zusammen. Ich trinke noch einen 5. Saft und gehe schlafen…
Ich, Lisa, bin wirklich gespannt und auch etwas nervös wegen der drei kommenden Tage.
Um 5 Uhr beginnt mein Tag und ich trinke einen Kräutertee, statt eines Kaffees. Der ist gar nicht mal so übel, aber ein wirklicher Ersatz trotzdem nicht… Um 6.45 Uhr ist der erste Saft an der Reihe: Melone, Orange, Ananas, Limette und Zitrone – ECHT lecker und sehr erfrischend! Daran könnte ich mich vermutlich gewöhnen.
Da ich ohnehin nie vor 10 Uhr esse, ist der Hunger relativ klein. Dennoch nehme ich um 9 Uhr Saft Nr. 2 zu mir, um mich fix an den Plan zu halten. Der zweite Saft ist ganz ok, aber die Karotte nebst Orange, Apfel und Ingwer sehr dominant.
Die Zeit vergeht wie im Flug und mit einer Stunde Verspätung geniesse ich den 3. Saft: Apfel, Rote Beete, Roter Grapefruit und Himbeere. Unterdessen haben sich allerdings ziemlich starke Kopfschmerzen bemerkbar gemacht, da natürlich auch auf den heiss geliebten und (meist dringend benötigten) Kaffee verzichtet wird.
Zwei Stunden später ist der nächste Saft dran. Bis jetzt klappt alles ganz gut, aber die Kur dauert ja auch noch ein Weilchen…
Am Abend kommt dann doch langsam der Hunger, aber zum Glück bin ich zum Abendessen ausser Haus und muss so nicht am Familientisch mitansehen, wie gegessen wird.
Um 21 Uhr folgt der letzte Saft.

Mittwoch, 21.4.21

Der zweite Tag beginnt für mich, Re, grauenvoll. Ich habe schlimme Kopfschmerzen und fühle mich mies. Am liebsten würde ich zurück ins Bett und meinen Schulleiter anrufen. Stattdessen werfe ich ein Schmerzmittel ein und reisse mich zusammen. Im Laufe des Morgens und nach zwei Säften geht es mir immer besser und ich halte es am Abend sogar durch, obwohl meine Jungs herrlich duftende Tomatenspaghetti essen.
#läuftbeimir
Der zweite Tag beginnt für mich, Lisa, gut. Eigentlich dachte ich, dass jetzt der grosse Hunger kommen würde, dem ist aber nicht so. Ich kann entspannt in den Tag starten und trinke um 7 Uhr meinen ersten Saft. Der Arbeitsalltag hilft enorm, das Fasten durchzuhalten, da man abgelenkt ist und einfach viel weniger Möglichkeiten hat, an Essen zu gelangen. Am Abend fällt es mir sichtlich schwer! Die ganze Familie sitzt am Tisch und isst – ich nicht. Ich halte aber durch, denn ich bin ja bereits so weit gekommen und an Aufgeben ist nicht zu denken.

Donnerstag, 22.4.21

Der letzte Tag!!! Kaum zu glauben, dass wir nur noch heute durchhalten müssen. Voller Elan starte ich, Re, also in den Tag und es macht mir nichts aus, auf meinen Kaffee, oder die Donnerstags-Pizza zu verzichten. Ich fühle mich sogar sooo gut, dass ich überlege Lisa zu fragen, ob wir einen Tag anhängen sollen. Das lasse ich dann aber doch lieber bleiben, immerhin will ich es nicht übertreiben (und das Wochenende in vollen Zügen geniessen).

Ich bin echt stolz auf uns!

Wow, der letzte Tag! Ich starte gut mit meinem Saft Nr. 1. Den Kaffee vermisse ich, Lisa, zwar, aber die Kopfschmerzen haben (fast) aufgehört. Ich merke, dass mir die Energie etwas fehlt. Körperlich geht es mir sehr gut, doch könnte ich den ganzen Tag gähnen. Am Nachmittag will die Zeit dann nicht vergehen. Ich sehne den Abend bzw. den nächsten Morgen herbei, doch um 21 Uhr haben wir es tatsächlich geschafft.

Ich bin wirklich stolz auf uns!

Fazit Re: Ich bin echt froh, dass ich es dieses Mal geschafft habe und tatsächlich 72 Stunden durchgehalten habe. Ich fand die Säfte eigentlich gut, da es aber nur 3 verschiedene waren, wurde es sehr schnell sehr eintönig. Ich nehme für mich mit, dass Saftkuren für mich nur integriert in eine Arbeitswoche machbar sind und überlege bereits, wann ich die nächste Kur mit Lisa machen soll…

Fazit Lisa: Anfangs habe ich jeden Saft mit grösster Sorgfalt getrunken und versucht jede Komponente rauszuschmecken, was gar nicht mal so einfach war, zumal man es sich (leider) nicht mehr so gewohnt ist, die Lebensmittel in ihrer puren Form zu geniessen, doch gegen Ende der Kur war ich ehrlich gesagt froh, dass ich die mit der Zeit doch eintönigen Säfte überhaupt runterbrachte. Ich bin erstaunt, dass diese 3-tägige Kur so einfach und problemlos vorbei ging. Und trotzdem habe ich das Essen wirklich vermisst: die Geschmäcker, das Salz, die Konsistenz… und natürlich den Kaffee!

Wir werden bestimmt eine weitere Kur einplanen und euch darüber berichten…

R&L

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