Alternativen zu Tabletten, Sirup und Co.

… oder Hausmittel, die uns im Umgang mit gesundheitlich angeschlagenen Kindern weiterhelfen.

Vergangenen Dienstag waren wir an einem Heilwickel-Kurs. Eine Freundin von Lisa hatte diesen Anlass organisiert und elf Frauen zu sich nach Hause eingeladen. Dann wurden wir rund 120 Minuten in die Welt des Wickelns eingeführt und haben so manches mit genommen, das wir gerne mit euch teilen möchten.

Schnupfen, Erkältung, Fieber und Ausschläge gehören – spätestens seitdem wir Mamas sind – leider zu unserem Alltag. Am Anfang war der Umgang damit besonders schwierig, weil wir jeweils nicht wussten, ob wir unserem Bauchgefühl vertrauen, oder doch lieber zum Arzt laufen sollen.
Res Jungs kämpften beispielsweise alle vier Wochen mit Bronchitis, einmal so schwer, dass Levi 48 Stunden im Krankenhaus bleiben musste. Shay hat regelmässig über vierzig Grad Fieber, obwohl er dabei fit und munter scheint…
Lisas Mädchen blieben bisher – auf Holz klopfen – von hohem Fieber verschont. Laufende Nasen und Hustenanfälle gehören aber leider auch bei Lisa zu Hause zum regelmässigen Programm.
Kein Wunder also, dass wir für sämtliche Hilfsmittel offen sind und gerne Neues lernen und ausprobieren. In diesem Kurs sind wir etwas in die Welt des Heilwickelns eingetaucht und haben im Anschluss unsere Küchen-, und Medizinschränke etwas aufgerüstet und tatsächlich schon zwei Wickel ausprobiert.

Der Kurs wurde von Martina Dolder durchgeführt, sie ist selbst Mama und gelernte Drogistin. Nach diversen Weiterbildungen leitet sie nun Kurse zum Heilwickeln und begleitet als Doula werdenden Mamis durch Schwangerschaft und Geburt.
Im Kurs hat sie uns die verschiedenen Schichten der Heilwickel gezeigt, diverse Tipps zum Umgang mit Krankheiten verraten, uns die möglichen Zutaten für einen Wickel genauer erläutert und uns selbst wickeln lassen. Wir haben diesen Abend sehr genossen, da wir nebst dem Heilwickeln, auch noch einen regen Austausch mit anderen Mamis hatten…

Was bringt das Heilwickeln?

  • Unterstützt den Körper bei der Bewältigung von Krankheiten
  • Lindert Schmerzen und andere Symptome
  • Wirkt entspannend
  • Beugt Krankheiten im besten Fall vor

Was sind die Grundsachen, die man zu Hause haben sollte?

  • Nuschis/Schals (möglichst aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen)
  • Haushaltspapier oder noch besser Windeleinlagen
  • Heilwolle
  • ev. Gaze
  • Quark
  • Zitrone (alternativ Zitronensaft)
  • Zwiebeln
  • Kartoffeln
  • Wirz
  • Bienenwachstuch
  • Engelwurzsalbe

Je nach Symptom, Zustand und Vorliebe des Patienten gibt es zig verschiedene warme oder kalte Wickel, die angewandt werden können. Tipp: Die Lebensmittel sollten, wann immer möglich, Bioqualität haben. Grundsätzlich kann man beim Wickeln nichts wirklich falsch machen, im schlechtesten Fall tritt einfach keine Besserung ein. Allerdings sollte man die Wärme der Wickel stets prüfen, um Verbrennungen auszuschliessen und keine Zutaten verwenden, die der Betroffene auch sonst nicht gut verträgt (Bsp.: Quark bei einer Laktoseintoleranz). Wird der Wickel als unangenehm empfunden, sollte er sofort entfernt werden. Vor allem kleine Kinder und Babies, die sich selbst noch nicht ausdrücken können, muss man dabei sehr gut beobachten und den Wickel beim kleinsten Anzeichen von Unbehagen entfernen.
Re hat bereits die Zwiebelsöckchen erfolgreich ausprobiert und Lisa an sich selbst einen Zitronenwickel. Da das so einfach ging und tatsächlich hilfreich gewesen scheint, sind wir etwas im Wickelfieber und haben kurzerhand das Buch Wickel & Co. bestellt, das uns noch mehr Hintergrundinformationen und Tipps liefern soll.

Was hält ihr von Hausmitteln?

R&L

Das könnte dir auch gefallen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.