Fliegen mit Baby, oder alles eine Frage der Organisation

Fliegen mit Baby, oder alles eine Frage der Organisation

Das Leben mit einem Baby, bzw. Kleinkind ist zwar wunderschön, aber nicht immer nur einfach. So kamen wir in der ersten Zeit ziemlich häufig ins Schwitzen und es gab so manche Situation in welcher wir uns eine dritte Hand oder ein besseres Timing gewünscht hätten – da aber beides grundsätzlich fehlt, haben wir uns das Mama-sein mittlerweile mit lebenswichtigen Lifehacks für Eltern erleichtert.

Und da geteiltes Leid tatsächlich meistens halbes Leid ist, möchten wir ab heute monatlich unsere besten Tripps und Tricks für ein entspannteres Leben mit Kids mit euch teilen und freuen uns, wenn ihr uns Kommentare oder Nachrichten mit euren besten Tipps schreibt!

Die Sportferien haben bereits begonnen und die Frühlingsferien scheinen auch schon fast greifbar nahe. Wir möchten daher mit verschiedenen Tipps starten, wie man sich Flugreisen mit Babies erleichtern kann:

Vor der Reise

  1. Im Flugzeug ist der Platz bekanntlich eher bescheiden (mal abgesehen von der Businessclass…). Es empfiehlt sich also das Handgepäck überlegt zu packen, sodass mit wenigen Handgriffen alles erreichbar ist. Genügend (!!!) Feuchttücher, Wickelunterlage, eine leichte Decke (es kann sehr kühl werden) und bequeme Ersatzkleider für das Baby nicht vergessen.
  2. Es lohnt sich vor der Reise einen einfachen, aber stabilen Buggy zu kaufen. Bei gewissen Flügen ist es Vorschrift einen einteiligen Kinderwagen zu haben. Wir beide haben mit dem Buggy Valco Baby Snap 4 super Erfahrungen gemacht. Er ist einfach in der Handhabung, stabil, hat zusätzliche Fächer und sieht gut aus. In gewissen Flughäfen muss man den Buggy abgeben und bekommt einen Ersatz bis zum Gate. Dies ist, wenn man mit dieser Info überrascht wird, etwas ärgerlich, da sich so ein Buggy prima als Stauraum und Gepäckablage eignet. Also unbedingt vorher abklären!
  3. Meist wird der Kinderwagen bereits am Gate abgegeben. Daher ist es sinnvoll sich zu überlegen, wie man das Baby nachher trägt. Lisa hat jeweils den ErgoBaby 360 umgeschnallt und ist so ins Flugzeug gestiegen. Re hat auf sich und den Liebsten vertraut, würde in Zukunft aber die Babytrage bevorzugen. Ein grosser Vorteil ist, dass man so beide Hände frei hat und im Flugzeuggang nicht aufpassen muss, ob man soeben die Beine des Babies einem Passagier ins Gesicht geschlagen hat.
  4. Wir beide fanden es stets beruhigend, genug früh am Gate zu sein (aber auch nicht zu früh!), sodass wir relativ relaxed einsteigen konnten. Familien mit Kindern können grundsätzlich immer als Erste einsteigen. Denkt aber daran, das Baby vorher nochmals zu wickeln. In der Flugzeugtoilette (selbst in der Businesstoilette) hat es seeeehr wenig Platz.

Im Flugzeug

  1. Der wohl wichtigste Tipp ist, dass man das Baby möglichst spät mit dem Zusatzgurt anschnallen sollte. Es soll sich noch bis kurz vor dem Starten „austoben“ und viel bewegen. Nachher muss es noch lange genug ruhig sitzen. Hilfreich ist es natürlich, wenn man zu zweit ist oder sogar die ganze Sitzreihe zur Verfügung hat.
  2. Damit sich das Kind während des Flugs nicht langweilt, braucht es Spielzeug. Dies sollte gut ausgewählt werden (keine lärmigen, nervigen Spielsachen, die dauernd runterfallen!). Es lohnt sich das Spielzeug (wenn möglich) zu befestigen. Hierfür verwenden wir gerne Ringe von playgro gefunden bei 4mybaby.  Das Spielzeug hat Lisa jeweils nicht von Anfang an gezeigt und befestigt, sondern zuerst das Baby mit den Dingen im Flugzeug bespasst (Sicherheitshinweise, Licht, Duty-Free-Magazin, …). Re hat von Anfang an den ganzen Kinderrucksack geöffnet und ihren Sohnemann frei wählen lassen.
  3. Um den Druckausgleich zu erleichtern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir haben hierfür Verschiedenes ausprobiert: Am einfachsten (für kleine Babies) ist wohl das Trinken (egal ob es noch gestillt wird oder aus der Flasche trinkt). Denkt daran, das Wasser vorgewärmt in einer Thermoskanne mitzunehmen. Bei Swiss-Flügen ist das Mitbringen von jeglicher Babynahrung (keine Mengenbeschränkung) kein Problem. Re hat auf Flügen übrigens immer die dreifache Menge an Milch dabei – sicher ist sicher. Wenn das Baby bereits etwas grösser ist und feste Nahrung zu sich nimmt, kann man dem Druck gut mit den Quetschies entgegenwirken: Einfach einen Quetschie beim Starten und Landen geben und der Druckausgleich fällt leicht. Bei einigen Babies funktioniert auch ein Schnuller (am Besten an einer Kette), aber bitte nicht darauf verlassen, sondern einen Plan B (siehe die ersten beiden Tipps) bereit halten.
  4. Je nachdem wie alt das Baby ist, stellt sich die Frage nach dem Essen im Flugzeug. Falls es bereits feste Nahrung zu sich nimmt, empfiehlt es sich Snacks mitzunehmen. Das Flugzeugessen wird ja nicht gleich beim Einstieg ins Flugzeug serviert und schmeckt den Kids eventuell nicht… Mit Snacks haben wir gute Erfahrungen gemacht. Allerdings macht es Sinn, Snacks zu wählen, die auch ohne Löffel serviert werden können, schliesslich sitzt das Baby in der Regel auf dem Schoss und wird von hinten gefüttert – das muss beim Aussteigen ja nicht auf der Mama zu sehen sein. Erprobte Snacks sind: Babykekse, Quetschies, Früchte (die nicht zu saftig sind), Gemüsesticks, …

Nach der Landung

  1. Erfahrungsgemäss werden die Buggys erst sehr spät raufgebracht, deshalb empfehlen wir euch einfach entspannt sitzen zu bleiben und alle anderen vorher aussteigen zu lassen. Der Ausstiegsstress ist uns sowieso ein Rätsel – müssen doch auf den meisten Flügen eh alle aufs Gepäck warten.
  2. Am Ende des Fluges lohnt es sich den eigenen Sitz, aber auch die daneben und den Fussboden davor und dahinter kurz zu checken – meist liegt da (trotz aller Vor-, bzw. Umsicht) noch ein Schnuller oder ausgerechnet das Lieblingskuscheltier rum. Und was für ein dramatischer Ferienstart wäre das denn, wenn ausgerechnet der Liebling verschwunden wäre..?
  3. Beim Rausgehen gilt dasselbe wie beim Betreten des Flugzeuges – mit Babytrage ist man mobiler und kann sich besser ums Handgepäck und den (hoffentlich) draussen wartenden Buggy kümmern. Leider ist es nicht so, dass einem immer geholfen wird – zur Not muss man alles selbst managen können.

Was sind eure Tipps?

R&L

Related Stories

Leave a Comment

Leave A Comment Your email address will not be published